vigo 2000

vigo, 2000

großes kino – mit blick auf den atlantik an der „ria de vigo”, einer fjordartigen bucht, dem natürlichen hafen der nordspanischen stadt vigo.

vigo, die erstaunlichste stadt des universums! wichtigster fischereihafen der welt, langgestreckt an einer steilküste gelegen. hier kann man die häuser in parterre betreten, um dann im zweiten stock durch den hinterausgang wieder auf die straße zu gelangen. oder man fährt direkt von der straße aufs dach, um dort zu parken, danach besucht man die geschäfte und büros in den unteren etagen.

In vigo verbringt man die zeit gerne im auto, auch in der stadt fühlte ich mich immer aus den autos heraus beobachtet. ich dachte, hier sitzen die leute länger und lieber in ihren fahrzeugen. am strand parkt man richtung meer, die windschutzscheibe wird zur projektionfläche – autokino! die autos stehen dort mit gehörigem diskretionsabstand.

die reifenspuren im sand: man fährt aus allen richtungen an das wasser heran.

das hohe dach, welches die dunklen kiefern bilden, ist für mich kindheitserinnerung. Ich liebe diese bäume, ich glaube es ist eine meiner ersten erinnerungen. ein besuch bei meinen verwandten im südharz, unter bäumen an den armen herumgeschleudert vom großonkel , dem legendären raucher von juno zigaretten („lang und rund”) und miteigentümer der kaffeerösterei “stegrie”, (zusammengesetzt aus den namen stegemeyer und riechert).

autobiografisches ist halt barrierefrei und hierarchievermindernd: eben einfach völlig unglaublich!

[uh]

pomjanuar 2008